Nachdem Kroatien mit Steuererhöhungen vorgeprescht, um das Haushaltsdefizit im Zaum zum halten, haben sich nun auch der Gouverneur der Nationalbank Serbiens Jelašic und die Finanzministerin von Serbien Dragutinovic für Steuererhöhungen ausgesprochen. Während Jelašic sich klar für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer (PDV) stark macht, setzt die Finanzministerin zunächst auf eine Lohnsteuererhöhung, schließt aber auch die Einführung eines ermäßigten MWSt-Satzes auf Lebensmittel und andere umsatzsteuerliche Maßnahmen nicht aus, falls es das Budget erforderlich macht. Schließlich wird in diesem Zusammenhang auch über die Einführung von neuen Verbrauchsteuern diskutiert.
Die Arbeitgeber hingegen betonen weiterhin die Notwendigkeit von Steuersenkungen, um die Wirtschaft zu stimulieren.
Angesichts der Dringlichkeit der Angelegenheit ist nach der Sommerpause mit baldigen Maßnahmen der Regierung zu rechnen.
Ist das nicht eine steigende Tendenz in der ganzen Welt?
In Deutschland wagt kein Politiker, vor der Wahl das Thema Steuererhöhungen auch nur zu erwähnen, obwohl jeder weiß, dass Haushaltsdefizite nicht ewig vor sich hergeschoben werden können.
R. Kuffer